02.10 – Durch das wilde Baskenland

Schon bei Sonnenaufgang weht ein warmer Wind über den Platz. Viele ausländische Camper übernachten hier, viele sind schon früh aktiv.

Wir fahren rein nach San Sebastian. Wir parken in einem Parkhaus, das kostet zwar was, dafür sind die Wege kurz. Oben auf dem Platz steht ein Automat mit Milch und Milchprodukten.

Wir gehen Richtung Promenade. Einige Elektromopeds düsen durch die Straßen, da ist dann nur ein Surren zu hören. Aber auch viele andere Mopeds parken an den Straßenrändern. 

Ansonsten sehen wir viele Bars, kleine Geschäfte. Spontan gefällt es uns erst mal.

An der Promenade ist auch schon viel Volk unterwegs, auch einige mit Rucksack, Jakobswegwanderer?

Am Strand tummeln sich auch schon einige.

Am Rand der Bucht harkt ein Sandkünstler Mandalas in den von der Flut geglätteten Strand. Den findet man auch bei Instagram.

Alle Informationen der Stadt sind zweisprachig und zwar ist das Baskische die Erstsprache.

In der Altstadt sind auch einige deutsche Reisegruppen unterwegs. 

Die Altstadt ist gar nicht so alt. 1813 gab es einen großen Brand und danach wurde sie wieder aufgebaut. 

Anschließend geht es weiter durchs wilde Baskenland. Wir fahren an der Küste entlang, Richtung Bilbao. Für ein gutes Foto halten wir auch gerne an und laufen ein Stück zurück. 

Der Jakobsweg verläuft hier entlang, wir sehen wieder einige Wanderer, die wohl in San Sebastian übernachtet haben und jetzt auf dem Weg sind. (Die wandern wohl auch nur in einer Richtung!). Gehen wir jetzt auch ein Stück auf dem Jakobsweg?

Wir fahren schmale Straßen oberhalb der Küste. Die ist spektakulär und reizt immer wieder zum anhalten. 

Das scheint auch eine beliebte Fahrradstrecke zu sein. Wir sehen viele einzelne Rennradfahrer. Die Strecken sind mit Schildern markiert, die die Entfernung bis zum Gipfel und die prozentuale Steigung angeben, sehr schöner Service.

Die Landschaft ist grün mit Weiden und Wäldern. Kleine Flüsse durchziehen die Täler, alles ist saftig grün. Wir sehen Kiwi-Felder und vereinzelt Weinanbaugebiete. Sieht ein bisschen aus wie Schwarzwald, aber mit Palmen, Wein und Pampasgras. 

In Gernika halten wir an. Die Stadt war früher quasi die Hauptstadt vom Baskenland und alle spanischen Könige mußten bei Amtsantritt hier antreten und einen Eid auf die Wahrung der baskischen Freiheitsrechte ablegen.

Im spanischen Bürgerkrieg flogen unter anderem auch deutsche Kampfflugzeuge einen Angriff auf Gernika und legten Teile in Schutt und Asche. Daraufhin schuf Picasso sein berühmtes Gemälde Guernica. 

In der Stadt ist ein Rundgang mit Infostationen ausgeschildert.

Wir essen einen Pintxo in einer Bar, das sind baskische Tapas. Die Bar liegt interessanterweise in der Kalea Pablo Picasso. 

Es ist sehr heiß heute, 34°. Das ist doch auch hier für die Jahreszeit wohl zu warm.

Als wir auf dem Campingplatz in der Nähe von Bilbao ankommen, überlegen wir noch, ob wir das Sonnensegel aufbauen müssen, da zieht eine Wolkenwand heran und die Temperatur stürzt mindestens um 10°. Tatsächlich könnte es morgen sogar regnen, also bauen wir statt Sonnensegel unser Vorzelt auf. 

Tag: 19

San Sebastian – Gorliz: 135 km

Kilometer gesamt: 2972 km

Camping Arrien Gorliz

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Anonymous

    Soooooo schön mit euch zu reisen !!!
    Freue mich jeden Tag auf diese 5 Minuten!
    DANKE !!!

  2. Alexander

    Soooooo schön mit euch zu reisen !!!
    Freue mich jeden Tag auf diese 5 Minuten!
    DANKE !!!

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